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Archiv der Kategorie: Standpunkt

Von übergewichtigen Bienen, einer armen Kleinen Hexe und einer entzürnten textinette

Geschätzter Leser (geschätzte Leserin, geschätztes Leserdings…oder wie auch immer)!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber dieser „political correctness“-Wahn, der zur Zeit zu Überarbeitungen gerade im Kinderbuchsektor führt, macht mich wahnsinnig! Wieso, frage ich mich, muss ein Kinderbuch wie „Die Kleine Hexe“ überarbeitet werden, damit solche Wörter wie „Negerlein“ ein für alle mal aus den Zeilen verschwinden? Warum zur Hölle muss man Texte, Bücher, Filme, etc. die längst Kultstatus erlangt haben (u.a. auch Pippi Langstrumpf), derart „beschneiden“?

Weil sich „Personen von sehr dunkler Hautfarbe“ darüber beschwert haben? Wohl kaum. Allenfalls reagieren diese Menschen irritiert bis verärgert auf die Tatsache, dass man sie gerade mittels dieser „Überarbeitungen“ in den Fokus der Medien stellt, sowie so erst ihre „Andersartigkeit“ (im besten Sinne und hier wirklich in Anführungszeichen zu verstehen) herausarbeitet.

Ein schwieriges Thema, finden Sie? Nun, da gebe ich Ihnen recht. Meine Meinung hierzu ist allerdings, dass in solchen Fällen (also gerade bei Klassikern der Kinderliteratur) die schriftstellerische Authentizität vor der sprachlichen Weiterentwicklung kommt. Bin ich deshalb rassistisch? Nein, bin ich nicht! Ich bin nach wie vor und schon immer gegen rechte Hetzpropaganda, rechtes Gedankengut und rechtsgerichtete Handlungen und Vergehen an wem auch immer. Egal ob schwarz, weiß, alt, jung, behindert, oder nicht behindert (oder muss ich jetzt „gesundheitlich eingeschränkt“ schreiben?)

Warum aber tun das immer mehr Kinderbuchverlage? Liegt es an unserem berühmt-berüchtigten „Deutschenkomplex“, der uns immer wieder Angst haben lässt, politisch unkorrekt zu sein, gerade in Hinblick auf unsere Vergangenheit? Hat es Profitgründe? Und nicht zuletzt: Sind die Medien schuld daran?

Ja, sie sind. Zumindest meiner Meinung nach. Das fängt bei den Klassikern der deutschen Kinderliteratur an, und hört bei einer neuerdings magersüchtig anmutenden (3D-) Biene Maja noch längst nicht auf. Auf den Plan gerufen durch sog. „Pädagogen“ und „Psychologen“ berichtet man allerorten und medienübergreifend darüber, dass die Schlankheitskur der Biene Maja (nebst Willi) zwingend notwendig war, da ansonsten unser Nachwuchs auf alle Fälle im Verlauf gravierende Gewichtsprobleme bekommen wird. Geht’s noch?!? Wenn unsere Kinder Übergewicht haben, dann hat das vielfältige Gründe. Nicht zuletzt KANN es vielleicht und in einigen Fällen (ich nehme mich selbst da nicht aus), am Verhalten der Eltern (!), an der Erziehung und an eingeschliffenen Verhaltensmustern zuhause liegen. Und ich weigere mich einfach, meine Verantwortung als Mutter (in der Schweiz heißt das jetzt übrigens politisch korrekt einfach nur „als Eltern“) auf eine kleine, freche, schlaue Biene abzuwälzen, die es so seit mehr als 35 Jahren gibt und deren Geschichten jetzt vermutlich nur noch halb so witzig, dafür aber „pädagogisch wertvoll“ und „politisch korrekt“ sein werden!

(Außerdem stelle man sich einmal vor, wie langweilig es wohl werden wird, wenn der gefräßige Willi nicht ständig herumnörgelt, weil er schon wieder Hunger hat, oder zu faul und langsam ist, weil er sich wieder mal den Bauch bis zum Anschlag voll geschlagen hat. Oh. Halt. Ich schreibe besser nichts mehr, sonst werde ich noch wegen Diskriminierung althergebrachter und erfolgreicher Comicfiguren angeklagt. 😉  )

Liebe Kinderbuchverlage, liebe Fernsehmacher, glaubt Ihr im Ernst, unsere Kinder werden zu Rassisten, nur weil sie in Büchern wie die Kleine Hexe das Wort „Neger“ lesen müssen? Oder meint Ihr wirklich, dass unser Nachwuchs bei regelmäßigem Konsum der (ursprünglichen) „Biene-Maja“-Folgen fett und lethargisch wird? Ich bin mir sehr sicher, dass Menschen, die eine dunklere Hautfarbe als der gemeine „Otto Normaldeutsche“ haben es ehr verzeihen, wenn sie in Kinderbuchklassikern das Wort „Neger“ lesen, als wenn sie im wahren Leben verfolgt, denunziert, bedroht, verletzt oder sogar getötet werden. Ich glaube, sie haben (was solche Worte angeht) mehr Humor und Nachsicht, als Ihr (denkt)!!!

Und: Rechtsradikalismus und juveniles Übergewicht muss man anders bekämpfen, weil die Ursachen woanders liegen!

Empörte Grüße,

textinette

P.S. Solche und andere Fälle von (meines Erachtens nach) blindem Aktionismus gibt es natürlich nicht nur hier in Deutschland. Die Ukraine erwägt nun, die erfolgreiche Comicserie „Spongebob Schwammkopf“ zu verbieten, weil der gelbe Schwamm in seinem Ananas-Haus angeblich maßgeblich dazu beiträgt, dass ukrainische Kinder und Jugendliche homosexuell werden …

 
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Verfasst von - Mai 10, 2013 in Standpunkt

 

Otto…find ich…gut?!?

Sogenannte „Shitstorms“ (also eine Art Massenunmutsäußerung in der großen, bunten, weiten Welt des Social-Media, in dessen Verlauf eine sachliche Diskussion meist nicht mehr möglich ist) sind derzeit wohl groß in Mode.

Eine besonders harte Welle hat jetzt das Versandhaus „Otto“ getroffen. Stein des Anstoßes ist ein T-Shirt für Mädchen mit der Aufschrift: „In Mathe bin ich Deko“, angeboten von otto.de.

T-Shirts mit (mehr oder weniger) lustigen und originellen, bisweilen aber auch mit geschmacklosen Sprüchen gibt es schon sehr, sehr lange. Soweit also nichts Neues, meinen Sie? Schon richtig.

So wirklich neu ist aber hingegen das, was in diesen Stunden auf der Facebook-Seite von Otto.de vor sich geht. Da melden sich hunderte entrüstete Menschen zu Wort, die von Otto u.a. einen sofortigen Rückruf seiner oben genannten T-Shirts verlangt, es werden wüste Beschimpfungen gepostet, und der Grundtenor der „Anti-Ottos“ ist (getreu dem neu errichteten Grundsatz: „Hauptsache DAGEGEN“): „Ihr versaut uns mit  Euren T-Shirts unseren Nachwuchs“.

Das findet unter anderem auch die Piratenpartei, Kreisverband Ulm. Hier wird das T-Shirt sogar zum Politikum, incl. eines  „offenen“ Briefes  an den Ottoversand.

Da sollen auf einmal junge bis jüngste Mädchen von klein auf gebrandmarkt sein, wenn sie so ein T-Shirt tragen. Damit nicht genug, die Vereinigung rabeneltern.org, welche nach eigenem Bekunden mit Ammenmärchen aufräumen wollen und an engagierte, emanzipierte Eltern gerne sachlich richtige Infos in punkto Kindeserziehung, Stillen, Babypflege und Co. weitergeben wollen, ereifern sich folgendermaßen: „Absolut unterirdisch. Erst prägt man mit so was und bringt Mädchen die entsprechende Haltung entgegen, und dann heißt es, Mädchen können einfach kein Mathe. Unfassbar.“ (Quelle: https://www.facebook.com/Otto?app_data=ev_cl%3D13ba43fc14cb2ab81dcbf645916c4923&ref=ts&fref=ts) .

Ist das wirklich Euer Ernst, liebe Macher von rabeneltern.org? Jetzt ist also ein T-Shirt (!) schuld, dass ein Mädchen sich dermaßen in eine durch eben dieses T-Shirt „aufgezwungene“ Rolle hineingedrängt fühlt, dass es automatisch – nur weil es dieses T-Shirt gibt – in Mathe eine Niete ist oder gar wird?!?

Jetzt macht aber mal einen Punkt!!! Ihr, die Ihr Euch doch selbst als „emanzipierte Eltern“ versteht, ist Euch eigentlich nicht bewusst, dass „Elternemanzipation“ niemals so weit gehen darf, dass man die Verantwortung für seine Kinder auf andere und anderes abwälzen darf? Glaubt Ihr im Ernst, ihr könnt dem Otto-Versand „Sexismus“ vorwerfen? „Sexismus“ ist ein sensibles Thema, und Ihr sorgt mit Euren Statements nicht gerade für mehr Nachhaltigkeit und Ernsthaftigkeit, wenn es darum geht, (echten) Sexismus zu vereiteln.

Aber nicht nur das. Wenn Ihr der Meinung seid, dass ein Mädchen durch dieses T-Shirt von vornherein als „Mathe-Niete“ gebrandmarkt ist, dann müsste das doch in der Konsequenz auch bedeuten, dass alle Mathe-Probleme von allen Schüler(innen) dieser Welt ein Problem von gestern sind. Sie müssen sich nur alle ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich bin ein Mathe-Genie“ kaufen, und es hagelt ausschließlich Einsen. 😉

Ihr seht, ich kann Euch und Eurer Statement nicht ganz ernst nehmen. Kennt ihr den alten (aber weisen) Spruch, auch mal „die Kirch‘ im Dorf“  zu lassen?

Es entsetzt mich, dass die heutige Gesellschaft nur allzu schnell vorne dabei ist, wenn es darum geht, ANDERE für evtl. Defizite der eigenen Sprösslinge verantwortlich zu machen.

Die Verantwortung für unsere Kinder und deren Wohl  liegt immer noch und nach wie vor (und da bin ich durchaus „spießig“) in der Hauptsache  in unseren (Eltern-)Händen, und nicht im Kompetenzbereich eines Versandhandels!!!! Denkt mal drüber nach…

Empörte Grüße,

textinette

 
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Verfasst von - März 7, 2013 in Standpunkt

 

Blinder Aktionismus. Oder?

Liebe Leser,

stellen Sie sich bitte einmal folgendes Szenario vor: Eine Frau aus Berlin schreibt auf ihrem Blog, dass sie vor 14 Tagen aus ihrer Wohnung geflogen, bzw. zwangsgeräumt wurde. Wie sie selbst einräumt, hatte sie einfach nicht mehr die Kraft, die Briefe zu öffnen, die dieses Ereignis angekündigt hatten, weil das Leben sie – nach eigenen Angaben – seit über 10 Jahren so arg beutelt, dass Sie nun einfach nicht mehr kann, und (selbstdiagnostiziert) einfach „ausgebrannt“ sei, und unter schweren Depressionen leiden würde. Die Agentur für Arbeit, so die Bloggerin weiter, hätte Sie unter anderen zu dem gemacht, was sie nun sei, ein „Mensch ohne Arbeit, der vor dem Verwaltungskram und Sanktionen aufgibt, um diesem Staat nicht mehr zur Last zu fallen“. Und sie habe aufgegeben, so schreibt die Bloggerin weiter.

Zum Glück gibt es aber – und in der Vorweihnachtszeit gilt das wohl noch stärker, als ohnehin schon – gute Menschen, die einen Spendenbutton auf Ihrer Blogseite einrichten, und eifrig die „Spendentrommel“ rühren, damit die erste, große Not dieser Dame im Handumdrehen gelindert werden kann. Und es gibt noch viel mehr Leute, die in den Kommentaren eifrig ihre Spendenbereitschaft kundtun. In aller Ausführlichkeit.

Diese Geschichte löste zunächst einmal folgende Reaktionen in mir aus:

1.) Soweit ich weiß, sind – bis es zu einer Zwangsräumung kommen kann – zumindest viele, viele Schreiben (Einschreiben!) nötig, damit der Gerichtsvollzieher nach entsprechend erfolgtem Gerichtsurteil natürlich, tätig werden kann. Bis zu einem gewissen Grad kann ich nachvollziehen, dass ein Mensch, der von sich selbst sagt, er habe „aufgegeben“, seine Post nicht öffnet. Dass diese Dame aber in diesem Fall von der Zwangsräumung nichts gewusst haben will, da sie ihre Briefe nicht geöffnet hat, ist schon sehr grenzwertig. Aber gut: Depressionen haben viele Gesichter, und ich möchte mir hier nicht anmaßen, über jemanden zu urteilen, den ich nicht kenne. Vor allen Dingen, weil „Antriebslosigkeit“ ja auch eines der Symptome einer Depression darstellt. Und jeder Mensch ist anders, reagiert anders auf solche Krisensituationen…
ABER: Aus welchen Gründen auch immer die Post nicht geöffnet wurde – diese Suppe muss diese Frau auslöffeln, ob es ihr nun passt oder nicht. Dass sie dazu momentan ob ihres psychischen Zustandes gar nicht in der Lage ist, glaube ich ihr sogar. Umso wichtiger finde ich, dass sie sich umgehend in psychologische Betreuung begibt. Am besten stationär, weil ihr Problem doch sehr akut zu sein scheint.
Dies geht aber angeblich auch nicht, da die Dame (seit kurzem erst wieder in Brot und Arbeit, allerdings werfe der Job nicht viel mehr als ALG II ab), nicht krankenversichert sei. Hä? Wie bitte geht denn das? Jemand, der einer angemeldeten Arbeit nachgeht, ist auch krankenversichert. Punkt. Und im Falle von Bezug von ALG II, ist man da nicht über die ARGE pflichtversichert?!? Schon komisch…

2. Dass diese Dame nun 14 Tage, nachdem ihre Wohnung zwangsgeräumt wurde, den Nerv, die Zeit, die Muse und das entsprechende Equipment hat, um über Ihre schlimme Situation in aller Ausführlichkeit in einigermaßen geschliffener Sprache zu bloggen, das verwundert mich. Und vielleicht nicht nur mich.
Ich wiederhole nochmal: Jeder ist anders, jeder geht mit solchen Situationen anders um, aber die Frage sei schon gestattet, wie es sein kann, dass ein Mensch, der so am Ende ist, so „ausgebrannt“ ist, und so viele akute Probleme hat, den Nerv haben kann, seinen Frust und sein Selbstmitleid zu verbloggen, und somit einer breiten Masse an Lesern in „Social-Media-Land“ zugänglich zu machen?

3. Die logische Folge dieses oben genannten Blogeintrags stellte sich auch sofort ein: Von einem Ehepaar wurde auf den Seiten der Bloggerin ein PayPal-Spendenbutton eingereicht, die Bloggerin zierte sich zunächst, nahm dann aber dankbar an, und in den Kommentaren zu besagtem Posting wird die Bloggerin mit guten Wünschen und natürlich mit der festen Zusage, sofort und umgehend etwas zu spenden, regelrecht überhäuft. Und manchen Kommentaren sieht man es auf den ersten Blick an, dass hier jemand sich selbst sozusagen eine „(Pseudo-)moralische Spendenquittung“ ausstellt.
Kritische Stimmen bleiben selten. Komisch eigentlich, oder? An was liegt es? An Zensur, oder an dem Umstand, dass es zu wenige Leute gibt, die ihre anderslautende Meinung zu diesem Thema offen kundgeben wollen?
Momentan wird unter den Kommentatoren gestritten, ob die einzelnen Spenden nun einen zweistelligen Betrag überschreiten dürfen, oder nicht…

Zusammenfassend stehe ich dieser ganzen Spendenaktion mehr als kritisch gegenüber. Was aber NICHT (!!!) bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann, was Depressionen mit einem Menschen so alles anstellen können. Und was auch NICHT bedeutet, dass ich der Verfasserin dieses Blogartikels NICHT wünsche, dass sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommt, und v.a. gesundheitlich schnell die Hilfe bekommt, die sie wohl wirklich dringend braucht. Im Gegenteil. Ich wünsche es ihr von Herzen!!!
Trotzdem darf ich mich (halblaut) doch fragen, ob diese Art von „Hilfe“ nicht (fast) blindem Aktionismus gleichkommt? Ich glaube nicht, dass der Dame damit wirklich geholfen ist. In ihren Zeilen liest man nämlich vor allen Dingen eines: Sie ist depressiv, sie badet in Selbstmitleid, und sie ist tieftraurig und nicht in der Lage, sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern. DA muss man ansetzen. Und ich halte es wirklich für sinnvoller, dieser Frau schnellstmöglichst die Wege für eine stationäre Therapie zu ebnen, ihr eine adäquate Betreuung an die Hand zu geben, die für und v.a. Schritt für Schritt MIT ihr die Dinge regelt, wieder versucht geradezubiegen, die nötig sind. Dass dies kein einfacher, schneller Weg ist, dürfte jedem klar sein, idealerweise auch der Bloggerin selbst.
Trotzdem bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob er sich in die lange Liste der edlen Spender einreiht, oder eben nicht.

Und wer jetzt glaubt, ich sei auf Rosen gebettet, und mein Leben verläuft immer gradlinig, und mein Blogbeitrag sei deshalb arrogant oder schlicht unverschämt, der soll von mir denken, was er mag. ICH weiß, dass es eben genau so NICHT ist. Und jeder, der mich kennt weiß auch, was ich meine…

Auf jeden Fall bleibt diese Art von „Hilfeleistung“ auf social-media-Ebene ein zweischneidiges Schwert. Trotzdem sei nochmals ausdrücklich gesagt: Ich wünsche der Dame wirklich das Beste!

Die GRENZE des Social-media ist für mich übrigens dann erreicht wenn, wie unlängst auf Twitter geschehen, zum Spenden aufgerufen wird, weil ein sog. „Elite“-Twitterer seinen MAC geschrottet hatte, sich aber aktuell keinen neuen leisten konnte. Hierfür wurden 2.500 EUR (!) angesetzt, und es wurde gespendet, was das Zeug hält. DAS ist für mich in der Tat blinder Aktionismus!!!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - November 28, 2011 in Standpunkt

 

Ich bin halt so…da kann man nix machen?!?

Der Twittergemeinde ist es längst hinlänglich bekannt: Ich bin emotional. Meine Tweets sind emotional, meine Blogbeiträge (wenn ich denn mal welche schreibe) meist auch. Spitze Zungen behaupten gar, sie (und ich wohl auch) seien „weichgespült“.
Hier und da wird sogar moniert, ich hätte keine (politische/gesellschaftskritische) Meinung. Doch, doch, meine Damen und Herren – nur, weil ich sie nicht an jeder Ecke kund tue, heißt das noch lange nicht, dass ich keine habe.

Meine Lebensaufgabe ist es nur nicht, zu polarisieren, aufzumischen, anzuprangern und zu richten. Was ich von mir preis gebe (im Reallife, wie virtuell) entscheide immer noch ich! Ebenso, wie es im Übrigen in MEINER Verantwortung liegt, wem, ob und wann ich meine bissige, (sozial-)kritische Seite zeige!

Und bevor ich mich in Endlosdiskussionen mit selbsternannten „intellektuellen Weltverbesserern“ und/oder sogenannten „Gutmenschen“ verwickeln lasse, bleibe ich eben lieber so, wie ich bin. Weichgespült, emotional, musisch und „fühlig“.

Ich bin halt so. Da kann man nichts machen!!!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Februar 13, 2011 in Standpunkt