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Archiv der Kategorie: Daily-Think

Fast Nachd…. in Frangn

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Helau, Grüß Gott und Guten A….ähhh…wadd. Falsch. Numll:

Liebe Läser,

höm se gesdern a die Faschingssidzung da geguggd? In däm Veidshöchheim da? Ja? Und? Wie had’s Ihne nacha gfallä? 

Ich muss ehrlich sach, ich bin so a bissele weng zwigschbaldn. Was mir zuallererschd uffgfalle is, war die im Vergleich zu dere annere Jahre unbrofessionelle Kamaraführung,  oder wie mer des nennt. Da sin Läud durchs Bild gelaffe, es had gewaggld und geruggld, sachd e mal, Ihr da in Veitzöchä? Had Euer Uffnahmeleidung gewechsld, odda was war n da los? Odda vielleichd hat der Oddi, der Schmelzer, der Oddi Regie gführd? Bei dem wess mer ja nie.. Der is so gagga und sei sogenannde Witz‘ so flach, dass es no nid a mal mehr lusdich is. 

Und dann dar Sidzungspräsidend, dar Göger’s Bernd. Ach näh, Händel hesst er. Wissd’er, ich moch den ja eichendlich scho, und der had sei‘ Sach‘ ja eichendlich a Glasse gemachd, aber höbt ihr gemergd, wie dar rumgschdoddert had, und sich verschbrochn had? Wier’er ganze Sadzdeile verschluggd had, und wie verwaschn sei Sprach‘ manchsmal woar? Gäll, des is‘ Euch a uffgfalle?! Sachemal, Bernd! Wos wor’n da los mid Dir? Was? Gribbe? Wigg Medinaid genumme? Ahhhh sooooou…ja näh, is‘ glar… des…äh…. naja. Lass mer des. Näxtes Joar glabbt’s widda besser, und soooo schlimm war’s ja jetzt a widda ned. Mach‘ Dir kee Sorche, is‘ fasd gar ned uffgfalle, und als Sidzungspräsidend bist so oder so glasse!  😉

Wen ich ja arch gern seh‘ is‘ die klee Amanda da. Wissd ja, die Bubbe da, wo dar Würzburcher Bauchrednerenderdähneralleinunderhalder immer dabei had. Weil er sich warscheinli alleee ned uff die Bühne draud, oder so irchendwas. Da, der Dings…der Biärr Ruby da. Die zwee sind subba, gäll nid? Ich mooch die ja so. Und es war a widda zuggersüß, des muss mer sach. Aber vielleichd solld der Biärr sei‘ Finger lieber von so „Rosenberg-Nummern“ lass? Der had mir fei sooo leid gedahn, wier är einfach nid neikomme is in des Lied, und am Anfang keen Don gedroffn had. Aber simmer mal ehrlich? Wer von uns alde, frängische Kriddler koa vo sich behaubd, dass er Bauchredn UND dabei a noch sing‘ kann? Äiwä! Känner!!! Und deshalb is es a sch…öööö egal, ob’s a weng schief war, odda nid: Respegd! Hud ab und: Weida so! ♥

Wo’s mer allerdings nid egal is‘ ob’s schief is oder nid, is bei dere unsächliche „Baroodies“, oder wie die hässe. Wissd’er, ich war sooo froh, dass die Gebrüder Narr vor ä baar Jahr‘ endlich ihr verschdaubde Hüd genumme höm, hob damals noch leichdsinnicherweis‘ gedachd: „DIE simmer los“, aber näh, der Gold’s Bruno, der gibd so schnell nid uff. Häd mer eichendlich glar sei müss, so gärn, wie der sich selber redn UND leider a noch singen hörd. Und da scheind’s ihm a nix auszumachn, wenn er sich an zu schwieriche Nummern draud (noch dazu mid bladdn, sinnlosen, zusammengschusterdn Dextn), sich a Mädle da mid nuffstelld, die nid schö‘ singd, dafür aber laud, und immer noch meend, er könnd was reiss‘. Naja. Wem’s gfälld. Mir hald ewe nid. Und bei so an Fölledon, oder wie mer des schimpfd, muss mer sich hald a Griddig gfall‘ las. So iss des hald emal, Bruno! Nix für ungut! 

Über dan Peder Kuhn brauch‘ mer uns nid unnerhald. Der stehd, wie jed’s Joar, für Gwalidäd, Anschbruch, gschliffenes Word und gehobenere Unnerhaldung. Chapeau!

Richdich bös‘ worre bin ich ja beim Uffdridd von meinerer geliebdn „Aldneihauser Feierwehrkabell’n“. Wissd er ja, die Qualidädsmusiger, die wirglich richdich was uff der Bladde ham. Da wadd ich immer scho‘ den ganze‘ Oawäd (Abend) drauf, und was bassierd gestern? Unnerbroche worn sinn se. Von so e bar grachmachende, guggemusigenden, dalendfreien Grawallbrüder aus Erlabrunn. Etz‘ amal ehrlich, Ihr Fasdnachder in Frangn: Had des sei müss? Ich mee gud, des war gud gemehnt, also dar „Gechnschlach“ vo‘ der „Frängischn Frond“. Aber gud gemehnt is hald nid immer a gud, in däm Fall sogar dodal schlächd. Hölzerne Dialoche (ich sach‘ nur: „Wehe, wenn a Frange versuchd, Hochdäudsch zu schbrechn“), Mussig zum Davooläff, und alles in allem ehr so wie „gewölld und nid gekönnd“. Ich däd sach: Lassd die Erlabrunner im Fasching ihr Arwäd (Arbeit) mach, die basse subba zu jedem Faschingszuch und so, aber bidde, bidde: Hold die nimmer auf Euer Bühne! Bidde nid!

Dageche warä die Uffdridde vom Heißmann und vom Rassau ja rechlrechd e Erholung, gäll nid? Mer moch si hald, die Zwäh. Sinn ja a scho so lang dabei. Mal sinn se e weng besser, mal a weng schlechder, aber miss‘ möchd mer si nimmer, odda? Gud, der Obama war als Jim Knopf vergleid‘ (odda war des umgekehrd?), und der wohnd a ned in Ameriga, sondern uff erer Insl mid zwäh Berchn (ach nä, des war ja die Frau Mergl), aber schmunzl mussd mer uff jedn Fall widda. Odda nid?

Wissd er, wenn ich des Joar ganz starg gfunne hab? Den Müller’sch Michl. Glar, lusdich is‘ der scho‘ immer, aber gestern had er meinerer Meinung noach, den besdn Uffdridd seid langem abgelieferd. Der Homöbbbbbadie (oder wie des hesst) sei Dang! 😉

So. Etz‘ will ich sie aber nimmer weider langweil‘ mid meinerer Ausführungä zu dam gestdriche Oawed (Abend), ich will mich a nid weider damit uffhald, Midleid mid dam änne Gaddämädle zu ham, die vom Arm vo ihr’m Danzbaddner gfalle is‘, ich muss nämlich etz‘ dringend noch mei Wäsch‘ uffhäng‘ (droggned ja alles so schlächd bei dam Wedder), und mei‘ Schandschnäbäle (Maul will i nid schreib) noch a wenig wetz.

Nur eees noch: Frangn brauchd bidde, bidde känn Dadord (damid blamier‘ mer uns nur). Frangn braucht „Fastnacht in Franken“. Hud ab, was des Frangn da jeds Joahr uff die Beeh ställd. Viele, viele häzzliche Dank!

Euer

dexdinedde

 

 
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Verfasst von - Februar 2, 2013 in Daily-Think

 

Darf man nicht mal mehr trauern?

Wie einige von Ihnen mitbekommen haben, ist meine liebe Mama vor etwas über drei Monaten an Krebs gestorben. Uns blieben nicht einmal elf Wochen Zeit..

Keine Angst, Sie werden in diesem Artikel nicht von meinen Gefühlen überrollt, und ich werde mich auch nicht in tränenreichen Details meiner ganz persönlichen Trauerarbeit ergehen. Mein Anliegen ist heute ein ganz anderes. Ich weiß nämlich nicht wohin mit meiner WUT und meiner Sprachlosigkeit darüber, wie so manche Menschen mit mir und meiner Trauer, aber auch ganz allgemein mit dem Angstthema „Tod“ umgehen.

In diesen gut drei Monaten habe ich genug Erfahrungen damit gesammelt, und leider muss ich heute das Fazit ziehen, dass sehr viele negative, tief enttäuschende Erlebnisse darunter waren. Was ich damit meine?

Damit meine ich zum Beispiel, dass ich geglaubt hatte, eine gute Freundin zu haben. Sie wohnt etwas weiter weg von mir, aber wir haben über Monate tagtäglich miteinander telefoniert, sie war mit ihrer Tochter hier zu Besuch, und eigentlich gab es keinen Grund zur Annahme, dass sich das so schnell ändern wird. Im Gegenteil. Als meine Mutter so schwer krank wurde, wähnte ich mich mit meinem Schmerz bei ihr in guten Händen, hatte sie doch selbst vor zwei Jahren ihre eigene Mutter an Krebs verloren. Als meine Mama dann am  08.07.2012 gestorben ist, kam von Ihr eine lapidare SMS mit „Herzliches Beileid“. In den Tagen danach haben wir nicht telefoniert, weil ich das noch nicht konnte. Als wir das erste Mal danach wieder miteinander sprachen, merkte ich schon, dass Ihr das Reden über den Tod meiner Mutter zuwider war. In den folgenden Wochen sparte ich das Thema mit Absicht in unseren Unterhaltungen aus, weil ich merkte, dass sie jedes Mal sehr schroff und abweisend wurde, wenn die Sprache darauf kam. Für mich ein Zeichen, dass sie so ihre Schwierigkeiten damit hat, was ich sogar noch irgendwie verstand und entschuldigt hatte – schließlich hat sie ähnliches durchgemacht wie ich, und ist sicher auch noch nicht vollständig darüber hinweg. Was ich allerdings dann NICHT mehr verstand, war ihre Reaktion vor gut einem Monat. Es war der Geburtstag meiner kleinen Tochter, und neben all‘ der Freude war dies auch ein sehr trauriger Tag für mich, da meine Mutter zwei Jahre zuvor bei der Geburt meiner Kleinen dabei war, und es mit das Schönste war, was wir beide miteinander erlebt haben, und uns wohl für immer verbinden wird. Auch über den Tod hinaus. Ich werde diese wunderschönen Bilder voller tiefer Mutter-Tochter-Liebe jedenfalls niemals vergessen. Ist es denn so verwerflich, an so einem Tag eben AUCH traurig zu sein? Ich weiß noch, wie ich an diesem Abend mit der „Freundin“ telefonierte. Drei Mal setzte ich an, ihr zu erzählen, dass ich heute ständig weinen müsse, weil…. Ich kam nicht dazu, weil sie mir jedesmal hektisch ins Wort fiel, und eilig ein anderes Thema ansprach. Und so langsam aber sicher machte mich das sehr zornig; ich dachte mir: „Nein! Diesmal nicht! Diesmal möchte ich verdammt noch mal in einer Freundschaft SAGEN können, was mich bewegt“. Also setzte ich – wider besseren Wissens, und vermutlich auch etwas stur – zum vierten Mal an, ihr zu erzählen, was an diesem Tag in mir vorging. Ihre Reaktion lässt mich noch heute frösteln. Sie schrie mich an: „Jetzt wird’s aber mal langsam Zeit, dass Du Dich wieder fängst, schließlich geht es auch um Deine Kinder!“ – Ich war fassungslos, entgegnete nach dem ersten Schock, dass meine Mutter kaum drei Monate tot sei, und was sie denn glaube, wie lange man traurig sein „dürfe“. Zur Antwort bekam ich, dass SIE bereits nach 8 Wochen darüber hinweg gewesen wäre, und es klang an, dass sie selbiges auch von mir verlangte, sie wollte die lustige, nette Freundin wiederhaben, die ihr stundenlang zuhörte, wenn sie über ihren Ex-Freund schimpfte,  ihr seitenlange Briefe ihres Anwalts an diesen Mann vorlas, ihr stets Recht gab, und immer schön brav zu allem nickte. DAS verstehe ich aber nicht unter Freundschaft. Es folgte noch ein heftiger, und ebenso lächerlicher Disput darüber, wer jetzt seine Mutter mehr geliebt, mehr für sie getan und den engeren Kontakt zu ihr gehabt hatte, bis es mir endgültig zu bunt wurde, und ich das Telefonat beendete. Braucht man solche „Freunde“? Warum hat sie nicht einfach gesagt: „Du, tut mir leid. Das Thema setzt mir so sehr zu, ich kann Dir da keine Stütze sein, vielleicht unterhalten wir uns besser über andere Dinge?“ Das hätte mich sicherlich auch verletzt – aber alles wäre besser gewesen, als so eine Reaktion. Ich habe den Kontakt zu dieser Frau nach diesem Erlebnis sofort abgebrochen, die Telefonnummern gelöscht, etc. Enttäuscht und verletzt bin ich aber bis heute.

Ein zweites, nicht gerade weniger verstörendes Erlebnis hatte ich mit einer Nachbarin meines Vaters. Zu dieser Nachbarschaft muss man wissen, dass die „Parteien“ seit Jahren (wegen irgendwelcher Nichtigkeiten, wie so oft) im Dauerstreit liegen, sich weder anschauen, noch grüßen. Das hat sich natürlich auch durch den Tod meiner Mutter nicht geändert, es wurde meinem Vater auch nicht kondoliert. Soweit, so schlecht. Eines Tages, vielleicht vor vier Wochen, saß ich bei der Frisörin meines Vertrauens, mir zur Linken eine Dame, die mit dieser Nachbarin wohl sehr gut bekannt ist. Von meiner Frisörin gefragt, wie es mir denn wegen dem Tod meiner Mama gehe, kamen wir unter anderem auch darauf zu sprechen, wie enttäuscht ich darüber war, dass meine eigenen Nachbarn (also MEINE Nachbarn, nicht die meines Vaters) mir noch nicht einmal eine Karte geschrieben haben. Es fiel weder ein Name, noch sonstige Details. Einfach nur dieser eine Satz von mir, und die verständnisvolle Antwort der Frisörin. Abermals eine Woche später kam die Nachbarin meines Vaters (siehe oben) wie von der Tarantel gestochen mitten auf der Straße auf mich zu, und schrie mich auf offener Straße an, was mir denn einfallen würde, beim Frisör zu erzählen, sie hätte keine Kondolenzkarte geschrieben. Das wäre ausschließlich ihre Sache, warum sie das nicht getan hätte, und ginge mich einen feuchten Kehricht an. Alle Versuche, ihr zu erklären, dass SIE damit gar nicht gemeint war, weil SIE ja nicht MEINE, sondern die Nachbarin meines Vaters sei, verhallten ungehört. Bis ich dann ebenfalls wütend wurde, mich umdrehte und etwas wie: „Mei, wie armselig“ vor mich hin murmelte. Sofort kam sie zurück gestürzt, drohte mir mit ihrem dicken Zeigefinger und schrie (für alle mehr als gut hörbar): „Armselig? Kehr‘ DU mal ganz schön vor Deiner eigenen Haustür, da hast Du genug zu tun!“ (Warum? Weil ich allein erziehende Mutter zweier Kinder bin, und nicht wie sie „Mein Haus“, „Mein Mann“, „Meine Kinder“, „Mein Auto“ vorweisen kann???) Ich bin für solche Dispute im Moment einfach nicht gemacht und zittere heute noch, wenn ich daran denke. Geht man so mit jemandem um, der erst vor kurzem einen der liebsten Menschen in seinem Leben verloren hat?

Noch ein kleines Beispiel gefällig? Keine Angst, Sie haben es gleich geschafft… Zum Geburtstag meiner Mutter am 08.10.2012 (also drei Monate nach Ihrem Tod) postete ich wieder (wie ein paar Mal zuvor auch schon) etwas über sie bei Facebook, ich postete ein Bild von der Grabschale für sie (die ich selbst gemacht habe) . Nicht lange darauf bot man mir Hilfe an, weil ich anscheinend mit meiner Trauerarbeit nicht so ganz erfolgreich zu sein scheine. Gut. Zugegeben. Dieses Beispiel ist nicht boshaft, sondern war ehr lieb gemeint, und ich hoffe, dass der Mensch, der mir seine Hilfe netterweise angeboten hat, jetzt nicht böse ist mit mir, weil ich das hier schreibe. Was ich mit diesem dritten, und letzten Beispiel deutlich machen will ist, dass ich einfach nicht VERSTEHE, warum alle Welt von mir erwartet, dass ich nach so kurzer Zeit NICHT mehr traurig bin, bzw. dass ich das nicht nach außen hin zu zeigen habe.

Dabei wundere ich mich über mich selbst, wie „gut“ ich mit unserer neuen Situation zurecht komme. Ich dachte „vorher“ eigentlich immer, mein eigenes Leben sei auch zu Ende, sollte meine Mama einmal sterben, und ich habe von mir selbst eigentlich ehr angenommen, dass ich hysterisch, laut, verzweifelt trauern würde. Meine Trauer aber ist leise… Ich kann sogar manchmal schon wieder lächeln, wenn ich an schöne Erlebnisse mit meiner Mama denke. Meine Tränen sind unaufdringlich, niemand sieht, wenn ich sie weine. Ich kann mit anderen Menschen auch wieder fröhlich sein, lachen, Scherze machen. Ich versorge meine Großeltern, unterstütze meinen Vater, kümmere mich nach wie vor um meine tollen Kinder, meinen Haushalt, mein Studium, etc. pp. Sieht so jemand aus, der sich in seiner Trauer verliert? Ich glaube nicht!!!

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Neben all‘ meiner Enttäuschung über Menschen, von denen ich eigentlich dachte, dass sie mir mal ein bis zwei Sätze zum Trost zukommen lassen (und wenn es nur ein Kondolenzkärtchen gewesen wäre…), bin ich mir natürlich darüber im Klaren, dass das Thema Tod leider nach wie vor ein Tabuthema für ganz viele Menschen ist. Vermutlich deshalb, weil sie (gerade wenn eine Mutter so jung stirbt wie meine) unliebsam damit konfrontiert werden, dass „so etwas“ jeden treffen kann, und dass wir alle am Ende diesen Weg gehen müssen. Von diesem Standpunkt aus verstehe ich natürlich auch die „Nicht-Reaktionen“.

Trotzdem (oder gerade wegen diesen Erlebnissen) werde ich  nie wieder den Fehler machen, meine Trauer nach außen hin (und vielleicht sogar dreisterweise sogar noch ungefragt) zu zeigen. Zum Glück gibt es nämlich auf der anderen Seite auch viele liebe Menschen, die mich FRAGEN, wie es mir denn geht. Und denen es nichts ausmacht, wenn meine Augen bei meiner Antwort so dann und wann noch feucht werden. Und ich bin sehr sehr froh, dass es solche Menschen gibt…Danke!

Es grüßt Sie eine nachdenkliche

textinette

 
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Verfasst von - Oktober 24, 2012 in Daily-Think

 

Stille Nacht?!

Kennen Sie das: Sie wollen eigentlich nur schnell noch hektisch die letzten kleinen Weihnachtseinkäufe tätigen, und schon werden Sie berieselt? Berieselt mit nicht enden wollender, quäkender Weihnachtsmusik? Und zwar in jedem verdammten Geschäft, in jeden noch so kleinen Laden, den sie betreten? Und wie oft bekamen Sie dabei schon in der Vorweihnachtszeit „Stille Nacht“ zu hören? Sagen Sie nichts. Oft. Vermutlich einmal zu oft.
Ich frage mich dann stets: Was zur Hölle soll das? Wer lässt zu, dass die „Königin der traditionellen Weihnachtsmusik“ bis zum sprichwörtlichen Erbrechen, und ohne Nachzudenken oder nur mit der Wimper zu zucken heruntergenudelt wird? Wieder und wieder?
Am Heiligen Abend, in der Christmette, wenn in der Kirche nach dem letzten Lied alle Lichter ausgehen, und nur noch der Christbaum beleuchtet ist. Und wenn man dann gemeinsam, und vielleicht sogar (so wie bei mir) mit Tränchen in den Augen „Stille Nacht“ singt, DANN , ja dann hat das Lied seine Berechtigung. Dann ist Weihnachten.

 
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Verfasst von - Dezember 24, 2010 in Daily-Think

 

Höher, schneller – und noch weiter?!

Eine heute erhaltene E-Mail vom Chorleiter meines Sohnes hat mich nachdenklich gemacht. Dort wird darauf hingewiesen, dass man das diesjährige Weihnachtskonzert um einige Stücke kürzen müsse, da sich die Chormitglieder nicht genügend vorbereitet hätten. Man äußerte sich besorgt darüber, wie gestresst die Knaben seien. Sie seien „am Limit“, hätten äußerst glaubhaft begründet, warum sie sich nicht auch noch vernünftig auf die nun anstehenden, letzten Proben vorbereiten konnten.
Da stellt sich mir die Frage, wie so etwas passieren kann? Was muss geschehen, damit bereits unsere Kinder „am Limit“ sind? Reicht es denn nicht aus, dass von uns Erwachsenen „Leistung bis zum Umfallen“ gefordert, teilweise sogar erzwungen wird? Woran liegt es, dass unsere Kinder (von schulischen Verpflichtungen wie Hausaufgaben und Lernen einmal ganz abgesehen) von einem Termin zum anderen hetzen müssen? Einmal pro Woche Fußballtraining, zweimal pro Woche Chorprobe, danach noch schnell zum Klavierunterricht? Und jeder Trainer, jeder Lehrer verlangt in seiner Disziplin wenn nicht Höchstleistungen, dann zumindest eine passable (Mit-)Arbeit? Liegt das „nur“ an unserer heutigen Gesellschaft, unserer schnelllebigen Zeit? Oder tragen so manche Eltern bzw. Elternteile mehr dazu bei, als man auf den ersten Blick vermuten würde? „Wenn Du das heutige Tempo nicht mitgehst, hast Du keine Chance.“, bekam ich mal von einem Vater zu hören. Nur: Gilt das auch und gerade für unsere Kinder? Sollten Sie denn nicht eines ohne Scham und ohne Konsequenzen tun dürfen, nämlich ihre Kindheit genießen? Und: Machen sich so manche Eltern nicht etwas vor, wenn sie behaupten, man könne ja gar nicht mehr anders, als sein Kind mit Terminen, Freizeitaktivitäten und Hobbies förmlich zu bombardieren? Kann man wirklich nicht? Doch! Man kann. Indem man seinem Kind zuhört zum Beispiel. Aktiv zuhört. Wirklich erfahren möchte, was es will, und was nicht. Seine Kinder genau beobachtet, ernstere Anzeichen von Stress erkennt, und dann die Konsequenzen daraus zieht. Unter Einbezug des Kindes – oder, wenn es nicht anders geht, als autonome Elternentscheidung. Vielen Eltern gelingt das. Einigen wiederum aber auch nicht. Diese letztgenannten Eltern bzw. Elternteile möchte ich eigentlich gerne schütteln, wachrütteln, sie mit der Nase auf das Offensichtliche stoßen: Sie wollen um jeden Preis, dass ihre Kinder das nachholen, was sie selbst in ihrer Kinder- und Jugendzeit versäumt haben. Aus den unterschiedlichsten Gründen versäumt haben. Und ich wünsche diesen Eltern, dass sie bald aufwachen mögen – wieder ihr Kind wahrnehmen, und nicht die eigenen, verpatzten und verpassten Chancen. Eines nämlich dürfen wir als Eltern auf gar keinen Fall: Uns in unseren Kindern im Nachhinein selbst verwirklichen wollen!

 
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Verfasst von - Dezember 16, 2010 in Daily-Think

 

Ein frohes Osterfest…

…wünscht textinette allen treuen Leserinnen und Lesern! 😉

 
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Verfasst von - April 4, 2010 in Daily-Think

 

So, wie die Alten sungen…

Seit Tagen schon juckt es in den Fingern, meine Gedanken aufzuschreiben. Bis gestern kam ich eigentlich zu dem Schluss, dass dies nicht nötig sei. Nach dem heutigen, anrührenden Erlebnis jedoch, möchte ich es dennoch tun.

Nach einem Jahr krankheitsbedingter, beruflicher „Zwangspause“ habe ich am 01.12.2009 meine Tätigkeit in meiner Firma wieder aufgenommen. Allerdings mit verändertem/erweitertem Aufgabengebiet. Und ein neues, schickes Büro zugeteilt bekommen. In diesem Büro allerdings sitzt noch ca. eineinhalb Jahre lang eine „Altlast“ der Abteilung. Meine Kollegin, Frau D., vor der ich – schon weit vor Arbeitsantritt – ausgiebig „gewarnt“ wurde. Sie sei teils lästig, schrullig, sehr eigen, mega-empfindlich, rede wie ein Wasserfall und ich solle aufpassen, dass ich bei ihr nicht „unter die Räder“ komme, und acht geben, dass sie mich nicht mit einem Azubi verwechseln würde. Und ich solle mir nur ja nichts gefallen lassen von „der“, usw. usw.

Frau D. kann auf über 40 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Aber nicht nur das. Auch auf ein sehr bewegtes Leben, in dem nicht immer alles gut gegangen ist. Als junge Frau, eigentlich voller Pläne für die eigene Zukunft, starb ihr Vater ganz plötzlich und für alle unerwartet, und Frau D. begrub Ihre Träume und blieb statt dessen bei Ihrer Mutter. Um ihr beizustehen, mit ihr zusammen das Eigenheim zu halten etc. Das aber war noch lange nicht alles: Sie hat nie geheiratet, ist immer bei ihrer Mutter geblieben und hat selbige bis zu deren Tod vor ein paar Jahren gepflegt. Jetzt ist Frau D. ganz alleine, niemand erwartet sie, wenn sie abends von einem anstrengenden Tag im Büro nach Hause kommt. Und trotzdem gibt diese Frau niemals auf: Sie reist für ihr Leben gern und viel, lernt dadurch immer wieder neue, interessante Menschen kennen. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um die Alten aus dem Dorf, bekleidet einige Ehrenämter, wird nie müde.

„Lass‘ Dich ja nicht auf Ihren Parfümtick ein, das ist alles nur Show…“, bekam ich nahegelegt. Ja, Frau D. verträgt nicht alle Gerüche/Düfte, gibt an, davon höllische Kopfschmerzen zu bekommen. Ganz zaghaft fragt sie an, ob es mir was ausmachen würde, auf Parfüm zu verzichten, während unserer gemeinsamen Bürozeiten. „Nein, es macht mir nichts aus“, gebe ich zur Antwort und meine es auch so. Ich breche mir sicher keinen Zacken aus der Krone, wenn ich während der Dienstzeit auf Parfümierung verzichte. Erstaunt sehe ich, dass sie scheu lächelt, feuchte Augen bekommen hat. „Danke. Sie sind die erste Kollegin, die darauf Rücksicht nimmt. Die anderen haben sich immer extra stark „eingedüftelt“, ist ihre Antwort auf meinen fragenden Blick.

Frau D. redet gerne. Und viel. Aber ich lausche ihnen gerne, den Geschichten und Begebenheiten, die sie zu erzählen weiß. Und ja: Frau D. hat eiserne Prinzipien, die sie auch vehement verteidigt, jeglichem Mainstream zum Trotz. Nur: Was ist so falsch daran? Und ja: Frau D. mag keine Briefe auf dem PC schreiben, vermisst ihre Schreibmaschine, und die Zeiten, in denen Geschäftsbriefe noch mit derselben getippt wurden. „Lass‘ Dich ja nicht als Tippse missbrauchen“, bekam ich von jemandem aus der Abteilung zu hören. Ja, und warum nicht? Was ist so schlimm daran, wenn ich für Frau D. mal schnell einen Brief „runterschreibe“, den sie mir diktiert? Im Gegenzug dazu bekomme ich nämlich exklusive Einblicke in ein tiefes Fachwissen, das heutzutage nur noch sehr wenige Menschen in der Branche haben, haben können. Sie erklärt mir Zusammenhänge, von denen die jüngeren Kollegen noch nicht mal mehr wissen, wie sie entstanden sind, und zu welchem Zweck sie dienen. Ich lerne gern von ihr, brauche ich das Wissen doch dringend für meinen (Innen-)Dienst.

Ich will nicht ausschließen, dass wir beide uns im Laufe der Zeit nicht auch mal auf den Wecker gehen werden. Aber ich finde trotzdem, dass wir in der heutigen Zeit so eine „Frau D.“ dringend brauchen.
Der frische Wind der Jungen weht nämlich nicht ohne die Erfahrung der „Alten“. Wir brauchen beides, und sollten uns glücklich schätzen, wenn dieser „Mix“ gelingt.

Ich jedenfalls mag sie, die Frau D. Und ich glaube, sie mag mich auch ein bisschen. Sie hat mir nämlich heute – völlig unverhofft – ein kleines Weihnachtsgeschenk überreicht, dass ich zwar heute schon, aber bitte erst zuhause aufmachen durfte. Und diesmal war ICH es, der die Tränen in den Augen standen. Sie hat mir nämlich ein kleines, feines Büchlein über mein Lieblingsland geschenkt. Und das, obwohl ich nur ein einziges Mal erwähnt habe, dass und warum ich dieses Land so mag. Und ich behaupte mal, so viel Feingefühl hätte nicht jeder besessen, der sich erst knapp vier Wochen ein Büro mit mir teilt…

 
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Verfasst von - Dezember 21, 2009 in Daily-Think

 

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Auf vielfachen Wunsch…

Ich kenne einen Bandleader von dem jeder wusste, wenn er während eines Konzertes „Auf vielfachen Wunsch“ sagte, dann hat sich in Wahrheit niemand einen Song gewünscht, sondern er bastelte sich nur gerade selbst sein eigenes Wunschkonzert.

Nun, wie wir alle wissen ist das Leben eben kein Wunschkonzert – und wenn ich „Auf vielfachen Wunsch…“schreibe, dann schreibe ich das sicher nicht, um einem egomanen Ansinnen Ausdruck zu verleihen, sondern weil es wirklich so ist:
Es hat mich freudig überrascht, dass so viele Menschen meine Blogbeiträge vermisst haben. Viel habe ich zwar nicht geschrieben, aber ich habe nicht erwartet, dass meinem Blog doch so große Aufmerksamkeit zuteil wird. Nicht zuletzt der „Hannerl“-Fraktion ist es zu verdanken, dass ich mir und dem Bloggerleben noch eine Chance geben will. Die „Hannerl“-Fraktion hat mich nicht nur fast täglich dezent „geschubst“, sondern auch dafür gesorgt, dass einer meiner Artikel auf www.blogbibliothek.ch erschienen ist, einer sehr feinen, empfehlenswerten Seite mit ausgesuchten Blogartikeln.
So etwas schmeichelt natürlich ungemein 😉
Ich könnte mich jetzt noch etwas künstlich zieren, es darauf anlegen, dass man mir Honig ums Mäulchen schmiert, mich ein wenig an der mir zuteil werdenden Aufmerksamkeit weiden. Tu‘ ich aber nicht. Weil es ganz einfach nicht meine Art ist.
Deshalb nur soviel: Ich bin wieder da!

Herzlichst,
textinette

 
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Verfasst von - Dezember 17, 2009 in Daily-Think