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Archiv für den Monat März 2010

Gebt den Kindern ihren Platz

Eine sehr liebe Bekannte von mir hat – mit viel Mühe und Liebe zum Detail – einen Tag als „Zukunftswerkstatt“ deklariert. Kinder konnten dort Ideen entwickeln, um ihre Stadt für sich attraktiver zu gestalten. Ich fand die Idee zu diesem Projekt total schön, konnten die Kids sich doch sinnvoll einbringen, Kreativität an den Tag legen und etwas tun, was nicht mit PC, TV oder Spielekonsolen zu tun hat. Nicht falsch verstehen: Ich bin im Prinzip nicht gegen PC & Co – sie gehören einfach in unsere Zeit und unsere Kinder lernen ganz selbstverständlich den Umgang damit. Es kommt immer stark darauf an, wie exzessiv diese „neuzeitlichen Hobbies“ von Kindern betrieben werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Zurück zur „Zukunftswerkstatt“: Im Nachgang hat meine Bekannte ihre Gedanken zum Ablauf dieses Tages niedergeschrieben. Die Kids seien hoch motiviert, und mit großem Eifer ans Werk gegangen, sie haben Fotos gemacht, Pläne gezeichnet, Ideen aufgeschrieben, diskutiert, strukturiert, geplant. Am Abend dann stand eine Abschlussbesprechung mit Entscheidungsträgern der Stadt auf dem Programm. Und wieder einmal zeigte sich deutlich, dass (manche) Erwachsene sich nicht (mehr) in Kinder hineinversetzen können, die Kids wurden einfach nicht mit dem nötigen Ernst behandelt; viele gute Ideen mit einer lässigen Handbewegung fortgewischt, und man konnte als Leser eben dieser Gedanken von meiner Bekannten den Eindruck gewinnen, die Kinder wurden schlichtweg ein wenig belächelt.
So etwas macht mich einfach wütend! Ich bin mir nicht sicher, ob Kindererziehung nach dem „Montessori“-Modell, oder streng nach „Waldorf-Pädagogik“ unbedingt uneingeschränkt Sinn macht, aber eines weiß ich: Kinder sollen und müssen ernst genommen werden!!! Und damit meine ich nicht, dass man sie zu kleinen Erwachsenen mit allen Rechten und Pflichten machen soll. NEIN! Aber sie wichtig, ernst nehmen. Mit all Ihren (kleinen und großen) Sorgen und Problemen, aber auch Auge und Ohr haben für die (meist frischen und gar nicht so selten wirklich sinnvollen) Ideen, Wünsche, Anliegen!!
Wer Kindern genau zuhört und genau hinsieht, wenn er mit ihnen umgeht, kann verdammt viel von ihnen lernen. Sie haben noch viele Eigenschaften in sich vereint, die uns längst verloren gegangen sind. Staunen, Ausprobieren, vorurteilsfrei durchs Leben gehen, etc.pp.
Und nein: Ich male mir das „Kinderbild“ jetzt NICHT schön! So IST es einfach. Man muss nur genau hinschauen!
Warum aber tun das so wenige Erwachsene? Haben wir nicht alle einmal genau so angefangen? Wer kann schon von sich selbst behaupten, er sei bereits als Erwachsener auf die Welt gekommen? Niemand. Auch, wenn manche von uns das gerne hätten, ihre eigene Kindheit ganz gerne mal verdrängen…
Schon wer bei den alltäglichen Sorgen seiner Kids nicht mehr richtig zuhört, Probleme des Nachwuchses als „nicht so schlimm“ abtut, handelt in meinen Augen zumindest fahrlässig.
Schenken wir (unseren) Kindern doch bitte die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben! Es lohnt sich!

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Verfasst von - März 7, 2010 in Uncategorized

 

Vorfreude…

…ist die schönste Freude, sagt man. Und genau diese Vorfreude ergreift so langsam von mir Besitz. Ab 17. April geht es nämlich wieder auf in mein Lieblingsland. Ich hoffe nur, dass es mir auch gut gehen wird und ich diese Reise antreten kann. Ich freue mich nämlich schon so: Als allererstes natürlich auf meinen See. Und dann auf die vielen lieben Menschen, die ich dort treffen werde. Einige davon sind mir schon so sehr ans Herz gewachsen, dass ich gar nicht mehr abwarten kann, Zeit mit Ihnen zu verbringen. Hach!

 
 

Man muss auch verzeihen können…

“ Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“ Mahatma Gandhi

Nein, ich bin nicht mehr böse. Die Wut ist nun endgültig verraucht. Was bleibt ist ein schales Gefühl der Trauer, ein klein wenig „Verständnis“ für die „Verzweiflungstaten“ des anderen (weil man ja selbst einige begangen hat). Und absolute Ungläubigkeit, dass man so rigoros mit dem, was gewesen ist, umgeht. Und ebenso bleibt die Frage nach dem eigenen Wert. „Ich hab‘ Dich lieb“, fühlt sich jedenfalls anders an. Schade.

Trotzdem: Ich bin nicht mehr böse. Und ich hoffe, dass mein Gegenüber glücklich wird und den (beruflichen) Erfolg hat, den es sich wünscht.

 
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Verfasst von - März 2, 2010 in Uncategorized