RSS

Archiv für den Monat August 2009

Ich hätt' so gerne mal wieder einen Brief…

Früher habe ich mich noch freuen dürfen, wenn ich in meinen (realen) Briefkasten gesehen habe. Neben den obligatorischen Rechnungen, Handwurfzetteln und der Reklame flatterte mir doch tatsächlich der ein oder andere, persönlich an mich gerichtete, handgeschriebene Brief ins Haus. Hach! Das waren noch Zeiten…Melancholisch denke ich daran zurück, wie ich dereinst seitenlange Briefe von meiner besten Freundin erhalten habe, um das letzte Wochenende haarklein zu analysieren (weil Telefonieren außerhalb des Ortstarifs noch schweineteuer war), oder wie ich glühende Liebesbriefe von meinem damaligen Verehrer bekommen habe. Handgeschrieben. Selbst einkuvertiert. Eigenständig frankiert und abgeschickt.

Und heute? Wenn man sich etwas zu sagen hat, dass 140 Zeichen nicht überschreitet, dann wird getwittert. Wer nicht twittern kann oder will, der postet die Neuigkeiten im Buschfunk von studi.vz & Co. Wenn es etwas intimer sein soll, dann wird eine SMS verschickt. Wenn es mal wieder länger dauert, schreibt man eine E-Mail. Ganz zur Not greift man schließlich zum Telefonhörer oder zum Handy. Aber einen BRIEF schreiben? Ganz echt wirklich und mit der Hand? Niiiiiiiiiemals! Oder nur in ganz, ganz seltenen Fällen.

Ich gebe es unumwunden zu: Auch ich folge dem Mainstream. Und das bezeichnenderweise sogar gerne und sehr häufig. Aber er fehlt mir eben doch: Der gute, alte Brief.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - August 22, 2009 in Daily-Think

 

Schlagwörter: , , , ,

Was machen eigentlich…die Aalbachtaler?

2007-11-17 Holzkirchhausen 148

Uettingen (so) – Die „Original Aalbachtaler Musikanten“ sind tot. Wie soeben bekannt wurde, starben die „Aalinger“ bereits am 27. Juni 2009 in Brackenheim.

Die bayerisch-fränkische Show- und Stimmungskapelle, die vor allen Dingen in den 80igern und 90igern mit spektakulären Auftritten in vollbesetzten Zelten und Hallen als „Asbachtaler“ von sich reden machte, sei schon länger erkrankt, wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben. Die Aalbachtaler sollen schon seit Jahren unter Publikums- und Musikerschwund, sowie an steigenden „Terminüberschneidungen“ der verbliebenen Musiker gelitten haben.

Deshalb habe es auch nicht weiter verwundert, so unsere Informanten weiter, dass die Kapelle am 17.11.2007 in Holzkirchhausen ins Koma fiel. Fans und einige Musiker zeigten sich äußerst bestürzt über den Zustand ihrer „Aalinger“. Chef-Aalbachtaler Willi Thoma machte schon damals deutlich klar, dass es vermutlich keine Hoffnung mehr gäbe.

Am 11.05.2008 in Zentbechhofen kurzfristig aus dem Todesschlaf erwacht, erlag die Kapelle am 27.Juni 2009 in Brackenheim um ca. 03:00 Uhr morgens ihrer schweren Erkrankung. Die Beisetzung fand in aller Stille statt.

 
6 Kommentare

Verfasst von - August 22, 2009 in Was macht eigentlich...?

 

Schlagwörter: , , , ,

Das geschliffene Wort ist tot – es lebe die Abkürzung

Weiß ja ni. wie’s Ihnen ght, ab. ich hab so langs. gen. v. däml. Abk. in Mails, Chats, u.v.a. in SMS.

Ü.all wo man nur hinsch. kann m. sie lsn.: hdl, hdgdl, hdagdl, iwie, N8, LG, VG, lol, usw. ..

Ich gb. zu, so manch. Mal bediene ich m. auch dererl. – ab. so mnch. txt. scheint j. nur aus Abk. zu best. U. ich m. sgn., lngsm. nervt m. das!

Ob Menschen i. ei. paar J. überh. n. wissen, welch. Potential uns. dt. Spr. hat? I. wage d. z. bezwfln.!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - August 22, 2009 in Daily-Think

 

Schlagwörter: , , ,

Was macht eigentlich…der kleine Nils?

Der Kleine Nils – still ist es um ihn geworden. War er vor ein paar Jährchen noch in aller Munde, und begann ein regelrechter „Nils-Hype“, so hört man doch (außer auf gewissen Radiosendern) fast gar nichts mehr von ihm. Ob traurigerweise, oder Gott sei Dank – das mag der geneigte Leser bitte selbst entscheiden.

Stellt sich die Frage, was der Mini-Nils jetzt so treibt. Jetzt, da sein Stern am Kalauer-Himmel langsam am Verglühen ist und jeder, der jetzt noch „Nils rules“ an irgendwelche Wände, oder alternativ auf sein Matheheft schmiert, nur schele Blicke erntet – was tut so ein Kleiner Nils denn jetzt?

Vielleicht ist er inzwischen eingeschult worden? Oder vielleicht ist er auf der Suche nach der einzig verbliebenen deutschen Telefonzelle, um sich dort noch einmal nackig auszuziehen? Vielleicht hat er die Gasheizung seines Opas jetzt doch noch repariert bekommen? Oder doch eine von Papas kleinen, blauen Wunderpillen geschluckt?

Vielleicht aber ist er ganz einfach nur erwachsen geworden…

 
2 Kommentare

Verfasst von - August 21, 2009 in Was macht eigentlich...?

 

Schlagwörter: , , , ,

In'm Rathaus werd fei jetzt nimmer g'schüddlt…

…es liest sich doch recht amüsant: Es gilt ab sofort ein „Schüttelverbot“ im Würzburger Rathaus. Sogar Würzburgs Oberbürgermeister darf nicht mehr.

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Die Rede ist natürlich vom Händeschütteln. Aus Gründen der Hygiene und aus Angst vor der Schweinegrippe, reicht man sich im Rathaus jetzt (noch) nicht (mal) mehr die Hand. Würzburgs „Zentrale der Macht“ verspricht dem mündigen Bürger aber auf diversen Hinweisschildern, dass er statt dessen auf jeden Fall ein Lächeln bekommt. Na, das ist doch was, oder?

Jetzt wird nicht mehr provinziell gehändeschüttelt, jetzt wird auf Weltniveau gelächelt.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - August 21, 2009 in Würzburg

 

Schlagwörter: , ,

Ein Tag mit Balou – Teil 1: 06:00 Uhr bis 08:00 Uhr

Balou

06:30 Uhr: Balou spielt Wecker indem er mir feuchtfröhlich durchs Gesicht schleckt!

06:32 Uhr: Balou wird ungeduldig, weil ich seinen Morgengruß ignoriere.

06:33 Uhr: Balou geht dazu über, dem Mo über das Gesicht zu schlecken.

06.34 Uhr: Balou reicht es jetzt endgültig. Wenn wir uns nicht beeilen, wird er sich rächen. Und seine Rache wird fürchterlich sein…

06:35 Uhr: Wie befürchtet: Balou quittiert unsere Ignoranz mit einer Pfütze – ach was sag‘ ich, mit einem SEE – im Hausflur. So. Das haben wir jetzt davon.

06:36 Uhr: Ich quäle mich aus dem Bett, um die Bescherung aufzuwischen. Schon wieder. Balou freut das so sehr, dass er mir am Liebsten noch mehr Kussi’s geben würde. Wenn ich ihn nur ließe.

07:05 Uhr: Nach einem kurzen Ausflug vor das Hoftor liege ich wieder im Bett. Und Balou findet es offenbar witzig, seinen Morgensport auf Frauchen zu machen.

07:06 Uhr: Balou erfolgreich des Feldes verwiesen…*schnarch*

07:30 Uhr: Sieger durch K.O.: Balou. Frauchen schlurft schlaftrunken Richtung Küche. Kaffeeeeee! Balou trippelt hinterher – die Küche ist zu jeder Tageszeit ein verlockender Ort.

07:35 Uhr: Durch Schließen der Badezimmertür verhindert, dass Balou mir auch noch DABEI zusieht…

07:37 Uhr: Da das Gröbste erledigt ist, dem Winseln vor der Tür durch Öffnen derselben nachgegeben. Balou schaut fasziniert beim Zähneputzen zu und zwickt mir probehalber ins Bein. Spiiiiiiiiielen!!!

07:40 Uhr: Balou macht einer Armada von Wüstenspringmäusen alle Ehre und jagt mich einmal quer durch’s Haus. Und das alles OHNE Kaffee! *öff*

07:45 Uhr: Balou will Fresschen! Aber natürlich nicht aus dem Napf! Wie ordinär! Nein, ein Bröckchen muss immer außerhalb liegen, sonst droht er damit, auswärts zu frühstücken.

07:50 Uhr: Balou hängt mir am Rockzipfel. Und zwar selbst dann, wenn ich gar keinen Rock anhabe.

07:55 Uhr: Balou findet es offenbar spaßig, dass Frauchen so seltsame Geräusche macht beim Versuch, ihren Kaffee von der Küche ins Wohnzimmer zu transportieren. Vielleicht liegt das daran, dass Balou Frauchens Bein umklammert?

08:00 Uhr: Balou spielt mit seinem Lieblingsknochen. Und Frauchen hat Pause. Endlich.

 

Schlagwörter: , , , , ,

Wort zum Freitag

..ich schwafel‘ mir die Welt schön bunt – diesen oder einen ähnlichen Eindruck kann man bekommen,wenn man sich in der wachsenden Blogger-Welt im Netz einmal so umschaut. Gewiss, es gibt sehr, sehr gute Blogs und noch genialere Blogger, aber es gibt auch eine Vielzahl von Seiten, die zum Davonlaufen animieren.

Ich weiß wirklich nicht, ob es elementar ist, dass Anita der zweite Fingernagel von links abgesplittert ist, oder ob es wirklich von Bedeutung ist, dass Chantal seit 3 Tagen sehnlichst auf einen Anruf von Bernhard wartet. Weiter frage ich mich, ob es die Welt wirklich interessiert, dass Heiko T. das Brötchen beim Frühstück heute morgen auf die Hose gefallen ist?

Die Wahrheit ist: Ich bin mir da mit mir noch nicht ganz einig. Die voyeuristische Seite in mir will genau das lesen – mit den eifrigen Bloggern und ihren kleinen, eigenen Welten  mitlachen, mitschmunzeln, mitweinen, mitfiebern, mitleiden. Die abgeklärte, kritisch-korrekte Seite in mir heuchelt (noch) Desinteresse, unterstrichen von snobistisch-vornehmem Stirnrunzeln.

Welche Seite in mir gewinnen wird? Eigentlich ist es nicht schwer zu erraten, habe ich doch meinerseits ebenfalls meine kleine, eigene Welt, die ich doch (vor allen anderen Themen) am leichtesten und authistischsten wiedergeben kann.

Wer also große Worte, höhere Politik oder hochphilosophische Lebensweisheiten von mir erwartet, wird möglicherweise sehr oft leer ausgehen, denn:

I DO IT MY WAY!

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - August 21, 2009 in Daily-Think

 

Schlagwörter: